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Notfallseelsorge – ein neuer Dienst der Kirchen
Der Rettungsdienst leistet medizinische erste Hilfe und die Feuerwehr
technische erste Hilfe. Was aber ist mit der ersten Hilfe für die Seele? Seit September 2001 gibt es dafür im Kreis Heinsberg die Notfallseelsorge – ein ökumenisches Projekt der evangelischen und katholischen Kirche.
Denn plötzlich und unerwartet kann jeder von uns in eine Krise stürzen und mit Unfall, schweren Verletzungen oder Tod konfrontiert werden. Das eigene Leben oder das der Angehörigen ändert sich dann schlagartig. Wir werden
an die Grenzen unseres Lebens geführt. Fragen brechen auf, und wir suchen nach Antworten: Warum? Warum ich und warum gerade jetzt? Warum hat Gott das zugelassen? Wer hat Schuld? Wie kann ich mit meiner
Verzweiflung fertig werden? Dann sorgt die Notfallseelsorge dafür, dass Menschen in diesen seelischen Extremsituationen nicht alleine bleiben, sondern Beistand bekommen und begleitet werden. Notfallseelsorger hören zu,
versuchen zu trösten und Mut zu machen, sind behilflich beim Abschied von einem Verstorbenen, ermöglichen Trauer und sind in aller Hilflosigkeit und Ohnmacht einfach da, ohne Ansehen der Konfession oder Religion.
Die
Notfallseelsorge ist den Rettungsdiensten im Kreis Heinsberg zugeordnet und wird auf Anforderung über die Kreisleitstelle alarmiert. Dreißig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln sich im wöchentlichen Rhythmus ab und
stellen so rund um die Uhr erste Hilfe für die Seele sicher. Ökumenische Arbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg Telefon: 0175 - 5707541
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